Grundlagen des Einlegens
Grundlagen des Einlegens
Wie Einlegen und Fermentieren funktionieren
Warum werden Lebensmittel eingelegt?
- Länger haltbar machen: Eine geeignete Salz- oder Säurekonzentration hemmt das Wachstum vieler Mikroorganismen.
- Den Geschmack verändern: Bei der Fermentation entstehen charakteristische Aromen.
- Neue Produkte herstellen: Durch Fermentation verändern sich Geschmack und Zusammensetzung der Zutaten.
- Saisonal verfügbare Zutaten nutzen: Eingelegte Lebensmittel können die Auswahl über das ganze Jahr ergänzen.
Verfahren
Salzen:
- Eine ausreichend hohe Salzkonzentration hemmt unerwünschte Mikroorganismen.
- Als Beispiel nennt die Vorlage eine Salzlake mit 5–15 % Salz.
- Das Verfahren wird etwa für Gemüse, Pökelfleisch und gesalzenen Fisch verwendet.
Zuckern:
- Eine hohe Zuckerkonzentration bindet Wasser und macht die Zutaten haltbarer.
- Typische Beispiele sind kandierte Früchte und Fruchtkonfekt.
In Essig einlegen:
- Das saure Milieu hemmt bestimmte Verderbniskeime.
- Beispiele sind sauer eingelegtes Gemüse und eingelegte Chilischoten.
Fermentieren:
- Mikroorganismen, zum Beispiel Milchsäurebakterien, bilden Säure.
- Das Verfahren wird unter anderem für Kimchi und Sauerkraut verwendet.
Ausrüstung zum Einlegen
Was du brauchst
- Glas- oder Keramikgefäße: Der Inhalt lässt sich beobachten; verwende intakte, lebensmittelechte Gefäße.
- Körbe oder Siebe zum Abtropfen und Trocknen.
- Saubere Essstäbchen oder Zangen zum Umrühren und Entnehmen.
- Eine Küchenwaage und Messgefäße zum genauen Abwiegen.
- Sauberes Passier- oder Käsetuch zum Filtern.
Gefäße und Geräte vorbereiten
- Reinigen: Gefäße und Geräte gründlich mit Spülmittel reinigen und klar abspülen.
- Desinfizieren:
- Gefäße 5 Minuten auskochen.
- Die Vorlage nennt alternativ das Abreiben mit hochprozentigem Baijiu; das ist keine verlässliche Sterilisation.
- Trocknen: Alles vollständig trocknen lassen.
- Auf Fettfreiheit achten: An Gefäß und Zutaten dürfen keine Fettrückstände haften.
Zutaten und Gewürze
Grundzutaten
- Salz: grobes Salz oder Meersalz. Die Vorlage empfiehlt unjodiertes Salz; beachte bei Fermenten ein geprüftes Rezept.
- Zucker: weißer Zucker, Kandis oder brauner Zucker.
- Essig: Reisessig, dunkler chinesischer Essig oder heller Essig.
- Alkohol: chinesischer Baijiu oder Reiswein, wie im jeweiligen Rezept angegeben.
Gewürze
- Für die Würze: Sichuanpfeffer, Sternanis, Zimt, Lorbeer und getrocknete Chilischoten.
- Gegen kräftige Eigengerüche: Ingwer, Knoblauch und Frühlingszwiebeln.
- Für frische Aromen: Zitrone, Zitronengras und Perillablätter.
Sicherheit beim Einlegen
Verderb vorbeugen
- Gefäße, Geräte und Zutaten fettfrei und sauber halten.
- Die im getesteten Rezept angegebene Salz- oder Säuremenge genau einhalten.
- Das Gefäß wie vorgesehen verschließen, damit möglichst wenig Luft eindringt.
- Vor direkter Sonne geschützt und entsprechend dem Rezept lagern.
- Regelmäßig kontrollieren. Bei Schimmel, ungewöhnlichem Geruch oder anderen Verderbzeichen den Inhalt entsorgen und nicht probieren.
Hinweis zur Reifezeit
- Die Vorlage weist darauf hin, dass der Nitritgehalt bei manchen fermentierten Gemüsen zwischen dem 3. und 15. Tag erhöht sein kann.
- Sie empfiehlt, solche Fermente erst nach mehr als 20 Tagen zu essen.
- Als Alternative nennt sie schnell eingelegte Gemüse, die innerhalb von 2 Tagen verzehrt werden.
Diese Zeiten ersetzen kein geprüftes Rezept und keine sichere Hygiene bei der Fermentation.